In der Reihe "Der Talk" hat Detlef Büttner mit interessanten BuchautorInnen über ihre Werke gesprochen. Die Themen reichen von KI über Teamarbeit bis zu Innovation und Nachhaltigkeit. In unserem Blog stellen wir Ihnen die einzelnen Titel vor. Hören Sie einfach einmal rein, lesen Sie rein, lassen Sie sich inspirieren.
Haufe, Freiburg
Das Buch beschäftigt sich mit der Erstellung und Nutzung von Buyer Personas zur besseren Verständigung und Ansprache von Zielgruppen.
Buyer Personas schärfen den Blick auf die Bedürfnisse der Kunden: Das Buch erklärt, wie man die Anforderungen der Zielgruppen besser erfassen kann. Buyer Personas sind detaillierte und greifbare Idealbilder von Zielgruppen. Durch sie können Sie den USP Ihres Angebots besser herausarbeiten und Ihre Kunden besser ansprechen - wenn man sie richtig formuliert und einsetzt.
Emotionale Struktur mit der Limbic® map: Es zeigt, wie die Limbic® map genutzt werden kann, um die Bedürfnisse von Zielgruppen zu erfassen. Sie verstehen die Sprache Ihrer Kunden und können somit Ihr Marketing verbessern.
Praktische Anwendung: Das Buch bietet einen konkreten Leitfaden zur Erstellung von Personas und zeigt, wie diese in der Praxis eingesetzt werden können, um Angebote im digitalen Markt zu positionieren.
Fallstudien und Praxisbeispiele: Es enthält Fallstudien, die die Praxistauglichkeit der Methode unterstreichen und zeigen.
Mobile Publishing – Enhanced E-Books, Apps & Co.
Henzler, Harald / Kern, Fabian (2014)
De Gruyter, Berlin, Boston
https://doi.org/10.1515/9783110303568
In diesem Werk geht es um die Entwicklung von Geschäftsmodellen. Schritt für Schritt wird gezeigt, wie man von der ersten Idee und einem elevator pitch bis zum minimal viable product kommt.
Besonders wichtig sind dabei die frühe Definition der potenziellen Kunden, die Darlegung der user stories und Bedürfnisse dieser Zielgruppen und der darauf aufbauende Marketingplan. Durch die darauf folgende Überprüfung der technologischen Möglichkeiten und der Entwicklung geeigneter Erlösmodelle kann so die Idee geprüft und verändert werden.
Am Ende dieses "smart checks" sieht das Ergebnis immer anders aus als die erste Idee.
Die Methode wurde über Jahrzehnte in zahlreichen Projekten in der Praxis verprobt und weiterentwickelt.
Die Sprache der Kunden verstehen und sprechen: Neue Dienstleistungen durch Persona-Modelle und KI
Henzler, Harald / Leutloff, Julia in: Translation Management mit KI und LangOps. Von Augmented Translation und Postediting bis zu Prozessmodellierung und Language Orchestration (September 2025)
Die Kundenanalyse erfolgt heute nicht mehr ohne KI. Das Persona-Modell ist ein Raster, um die zentralen Informationen zu den eigenen Kunden zu sammeln. Dabei ist entscheidend, dass man sich auf die wesentlichen Dinge fokussiert, weil man sonst in der Datenflut untergeht. Deshalb hilft das Modell im Umgang mit einer KI, sich auf die richtigen Fragen zu konzentrieren.
Dieses Know-how kann auch im Übersetzungsprozess genutzt werden. Oder anders gesagt: Übersetzer:innen verfügen über ein Wissen, das bei diesem Prozess sehr hilfreich ist, um die Ergebnisse einer KI besser bewerten zu können.
Dieser Artikel behandelt die Frage, wie Übersetzer:innen in einem von KI geprägten Markt neue Dienstleistungen anbieten können und welche „klassischen“ Fähigkeiten weiterhin benötigt werden. Im ersten Schritt wird die Nutzung von Persona-Modellen in Unternehmen erläutert und deren Vorteile in der Ansprache der Zielgruppen. An einem Beispielprojekt wird dann gezeigt, wie diese Methode auch im Übersetzungsprozess genutzt werden kann und Vorteile für die auftraggebenden Firmen hat. Dabei werden auch neue, KI-basierte Werkzeuge vorgestellt, durch deren Anwendung sich neue Möglichkeiten in der Vermarktung sowie Vorteile für Unternehmen ergeben, wenn sie diese zu nutzen wissen. Übersetzer:innen können ihre Kompetenzen in der interkulturellen Beratung, Zielgruppenanalyse und der Nutzung von KI-basierten Werkzeugen einbringen und als Berater für die Kundenansprache im internationalen Raum fungieren. Die Dienstleistung der reinen Übersetzung kann somit um weitere, wertschöpfende Tätigkeiten erweitert werden.
"KI, bitte übernehmen Sie!" – müssen Marketer in Zukunft noch kreativ sein? Eine Untersuchung zum Thema Kreativität und KI
Henzler, Harald / Tanasi, Vivianna in: FOM-Edition: Marketing & Sales Innovation 2025, Springer Nature (Januar 2026)
https://doi.org/10.1007/978-3-658-49537-4_11
Dieser Beitrag untersucht in der Literatur diskutierte Vorstellungen von Kreativität im Zusammenhang mit KI-gesteuerten Tools und deren Auswirkungen auf das Marketing. KI verändert fast alle Aufgaben und Tätigkeiten in Bezug auf die Kommunikation mit und zu Kundinnen und Kunden. Die Unterscheidungen zwischen kombinatorischer, explorativer und transformatorischer Kreativität zeigen, dass KI kreative Ergebnisse hervorbringen kann, während eine neurowissenschaftliche und soziologische Betrachtung verdeutlicht, dass die emotionale Bewertung und Sinnstiftung menschliche Aufgabe bleiben. Dabei wird das Zusammenspiel von „synthetic“, „authentic“ und „hybrid“ Media den Markt bestimmen und die Rolle des bewertenden Kurators als wichtige Aufgabe im Marketing wird zunehmen. Als Folgerung wird deshalb vorgeschlagen, die Kategorie der Kreativität nicht in den Fokus zu rücken, sondern die Aufgabe der Bewertung und Sinnstiftung in Zukunft genauer zu untersuchen.
Unsere Thesen:
- KI verändert den Arbeitsplatz in fast allen Branchen. „Kreativität” wird besonders hervorgehoben, um die zukünftigen Aufgaben des Menschen im Vergleich zu Maschinen zu charakterisieren.
- Wenn Kreativität daran gemessen wird, ob die Ergebnisse kreativer Prozesse neu und einzigartig sind, dann muss KI Kreativität zugeschrieben werden.
- KI kann Ergebnisse liefern, die wir als kreative Leistungen bezeichnen. Menschen können mit Hilfe von KI in einem komplexen Prozess etwas Neues schaffen.
- Ohne Daten von Menschen kann KI nicht kreativ sein. Ohne KI können Menschen kreativ sein.
- Kreative Leistungen werden immer in einem sozialen Kontext bewertet.
- Kreative Leistungen sind nicht per se positiv. Ihre Bewertung ist immer ein vorübergehendes Ergebnis der Abwägung von Werten, Regeln und Vorteilen für bestimmte Gruppen.
- Menschen sind intentionale Wesen und schaffen Bedeutung durch und für die Gemeinschaft. KI kombiniert Daten mit Daten.
- Es sind Menschen, die durch ihre Bewertung Bedeutung schaffen.
- Kreativität eignet sich nicht als Kategorie für eine differenzierte Betrachtung.
- Der Fokus sollte auf der Festlegung von Werten liegen.
Shared Leadership. Zu mehr Engagement und besseren Ergebnissen dank geteilter Führung.
Jessl, Randolf / Wilhelm, Thomas (2023)
Haufe, Freiburg
Shared Leadership bezeichnet die Verteilung von Verantwortung und Führung auf mehrere Akteure. Dieses Buch erklärt das Modell der geteilten Führung und zeigt, was es bewirken kann. Es thematisiert seine immensen Vorteile, zeigt aber auch mögliche Grenzen auf. Die Leser erfahren, wie Shared Leadership im Unternehmen gelebt wird und welche Methoden, Skills und Erfolgsbedingungen nötig sind, damit die Beteiligten Verantwortung übernehmen und gemeinsam in einer komplexen Arbeitswelt bessere Ergebnisse erzielen.